Schelling goes Afrika

Wenn irgendwo auf der Welt ein Unimog in Not ist und wir von Nutzfahrzeuge Schelling in Wardenburg das mitbekommen, setzen wir alles in Bewegung, um zu helfen und den „Mog“ wieder fit und den Kunden damit wieder glücklich und froh zu machen.

Dieses Mal stand der robuste Unimog 416 von unserem langjährigen Kunden, Jochen Osterloh, in Namibia, in Tsumeb fest.


Schelling goes Afrika


Allerdings kann manchmal sogar ein „Mog“ mit seiner Robustheit an Grenzen stoßen - so geschehen als Osterlohs Unimog mit massivem Getriebeschaden in Namibia stillstand im Norden des südwestafrikanischen Landes, wo es fast nur Wüste, wenige Menschen, aber viel Wildlife gibt. Eigentlich ideales Gelände für einen Unimog, wie ganz Afrika übrigens, egal, wie unwegsam die Routen auch sein mögen. Das weiß auch unser Kunde zu genau, immerhin hat er mit seinem Unimog in den vergangenen Jahren den „schwarzen Kontinent“ ohne ernsthafte technische Probleme dreimal durchquert. Allerdings nicht so im November 2025, als der „weiße Elefant“, von Botswana kommend, einen so massiven Getriebeschaden erlitten hatte, dass er auf den letzten 1.000 Kilometern bis nach Namibia 25 Liter Getriebeöl benötigte.

Es ging also nichts mehr und auch weil sich unser Kunde schon von unterwegs immer wieder telefonisch und per Videocall insbesondere mit unserem Werkstattleiter, Tobias Watzke, kurzgeschlossen hatte, war allen, klar, dass dieses Desaster nur mit einer fachmännischen Reparatur vor Ort in Namibia behoben werden könnte.

 

Schelling goes Afrika


Mittlerweile war unser Kunde aus Namibia zurück und, mit zahlreichen Detailfotos ausgestattet folgten diverse Besprechungen mit Gerd Schelling und dem Unimog-Fachmann Tobias Watzke über den Zustand des Getriebes. Temperatur, Geräusche, Leckstellen und und da blieb kein Aspekt unbeachtet und wir kamen gemeinsam zu dem Schluss, dass es sich bei dem Problem nicht um einen klassischen Lagerschaden handeln dürfte, das Getriebe aber komplett abgedichtet werden muss. Einher mit dieser Ferndiagnose ging die Entscheidung, dass unser Werkstattleiter Tobias Watzke nach Afrika fliegt, um den „Mog“ wieder in die Spur zu bringen.

Lange Listen mit Ersatzteilen und entsprechendem Spezialwerkzeug wurden abgearbeitet und in Reisekoffer verpackt.

Weil die Umstände vor Ort in Namibia nicht mit unseren Bedingungen vergleichbar sind, flog unser Kunde im Februar 2026 vorab wieder nach Afrika, um die umfangreichen Vorarbeiten in Gang zu setzen.

Was bedeutete, dass eine adäquate und möglichst gut ausgestattete Werkstatt gefunden werden und der Unimog dorthin gebracht, ein Kran, Gabelstapler und natürlich tatkräftige Hilfe organisierten werden musste. Alle An- und Aufbauten wurden demontiert, die Kabine gekippt, der Motor und das Getriebe ausgebaut.

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Als Tobias Watzke einige Tage später eintraf, war alles bestens organisiert und er konnte unterstützt von den drei lokalen „Schraubern“, Anna, Kaikuba und Taytes sofort mit seiner Reparaturmission beginnen. Was er auch tat und an den folgenden Tagen und auch Nächten in unendlicher Kleinarbeit und Kraftanstrengung das komplette Getriebe des Unimogs mit all den Abtrieben, Deckeln und Verschraubungen öffnete und neu abgedichtet wieder zusammensetzte. Damit waren alle möglichen Leckstellen ausgeschlossen und das Getriebe wieder dicht.

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Tages- und Nachtzeiten spielten in dieser Phase ohnehin keine Rolle und so war es tatsächlich am fünften Tag so weit, dass der Unimog im satten Sound des legendären OM352 auf einer ersten Probefahrt wieder über die staubigen Straßen im Norden Namibias rollte. Wieder unverfälscht, zuverlässig, Unimog!

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Dass es damit dann noch auf Safari in den weltberühmten Etosha Nationalpark ging, war klar, denn es war ja noch Zeit geblieben bis zum Abflug zurück nach Deutschland. Das Reparatur-Projekt Unimog 416 war erfolgreich beendet und nicht nur unser Kunde wieder glücklich, sondern auch unser Troubleshooter, Tobias Watzke, weil er nach der anstrengenden Arbeit noch Wildlife in Afrika erleben konnte.

 

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